Memento e.V. Hamburg

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Als der Fassbinder-Schauspieler Kurt Raab1988 in Hamburg mit 47 Jahren an den Folgen von Aids starb, musste er auf dem Ohlsdorfer Friedhof beigesetzt werden. Seine bayerische Heimatgemeinde hatte dem Toten damals eine Erdbestattung verweigert – aus Angst vor der Immunschwäche-krankheit. Auch Günter Müller, der zwei Jahre zuvor verstorben war, fand seine letzte Ruhein Ohlsdorf. Er gehörte zu den Mitbegründern der Hamburger Aidshilfe, war im Magnus Hirschfeld Centrum (MHC) aktiv und verkehrte in der Hamburger Lederszene. Seine sauerländische Familie hatte sich von ihm losgesagt. Als die Bild-Zeitung in Müllers Heimatort recherchierte, versuchte seine Mutter verzweifelt, einen Artikel zu verhindern: „Wir können doch hier nicht weiterleben, wenn jeder weiß, was für ein Leben er da geführt hat.“ Das Hamburger Abendblatt widmete Müller damals einen Bericht (Foto rechts); er war der 27. Aidstote in der Hansestadt. „Die Erinnerung an solche Menschen muss aufrecht erhalten werden“, findet Gottfried Lorenz von der Stolperstein-Initiative „Gemeinsam gegen das Vergessen“. Das Problem: Die Grabstätten laufen aus und können nicht mehr verlängert werden. Die Hamburger Aidsseelsorge um Pastor Detlev Gause möchte daher an der Gemeinschaftsgrabstätte „Memento“ auf dem Ohlsdorfer Friedhof eine neuen Platte installieren lassen, in welche die Namen solcher Verstorbener wie Müller und Raab aufgenommen werden können. Kostenpunkt: etwa 2500 Euro. Bislang ist eine Spende über 400 Euro zugesagt, der Rest des Geldes soll nun über das Konto der Aidsseelsorge gesammelt werden.
(Quelle: hinnerk 10/11, Seite 17)

Spendenkonto:
AIDS-Seelsorge Hamburg 
Stichwort: Günter Müller
Kontonummer 015107000
BLZ: 21060237
EDG Kiel

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