Memento e.V. Hamburg

„Die Paten – gemeinsam gegen Aids“ LOGO - Die Paten
haben für Memento e.V. gesammelt:

 

Über 3.000 € für einen guten Zweck

Spendenaktionen gibt es, vor allem vor Weihnachten, viele. Eine Aktion, die in Hamburg besonders ist, ist „Die Paten – gemeinsam gegen Aids“. Jedes Jahr wird für ein bestimmtes Projekt Geld gesammelt. Dieses Mal für den Verein „Memento e.V.“, dem gestern der Scheck übergeben wurde.

 

2.500 Euro werden für einen Gedenkstein auf dem Ohlsdorfer Friedhof benötigt. Damit will "Memento e.V“. an früh verstorbene Aids-Opfer erinnern, deren Grabstätten an anderen Stellen demnächst ablaufen. Der neue Stein an der Memento-Grabstätte II wird fortlaufend die Daten von Menschen tragen, deren Namen sonst auf keinem Friedhof mehr zu finden sein werden. Der erste Name wird Günter Müller sein; er war Mitbegründer des Magnus-Hirschfeld-Centrums und der Hamburger Aids-Hilfe. Später soll der Fassbinder-Schauspieler Kurt Raab dazukommen.

Das Geld ist da
Hier geht es darum, Menschen, die sich für schwul-lesbische Belange bzw. für die Solidarität mit HIV/AIDS-Infizierten eingesetzt haben, nicht in Vergessenheit geraten zu lassen. Der Wunsch danach, der aus der Szene und hier besonders auch von der Stolpersteininitiative „Gemeinsam gegen das Vergessen“ an den Memento e.V. herangetragen wurde, kann jetzt umgesetzt werden. Allein die diesjährige Aktion „Die Paten – gemeinsam gegen Aids“ hat nach bisherigem Stand 3.098, 60 Euro für diesen Zweck erbracht. Viele Menschen und Läden aus der Szene haben sich daran beteiligt. Die gesamte Spenderliste wird auf www.die-paten.net veröffentlicht.

Dienstagabend wurde das gesammelte Geld in Form eines Schecks auf dem Winter-Pride an Pastor Detlev Gause von der Hamburger Aids-Seelsorge als dem Vereinsvorsitzenden von Memento e. V. übergeben. Er ist von der Spendenbereitschaft überwältigt. Auch vorher schon waren Einzelpersonen dem Spendenaufruf des Vereins gefolgt, so dass insgesamt etwa 4.500,00 Euro zusammengekommen sind. „Über dieses tolle Ergebnis freuen wir uns sehr. Das überschüssige Geld wird der Vereinsvorstand in eine zweckgebundene Rücklage einstellen, um auch in Zukunft den Wunsch nach Aufnahme bestimmter Namen auf der neuen Grabplatte erfüllen zu können“, so Detlev Gause.

Der neue Stein ist bereits beim Steinmetz in Auftrag gegeben. Der Termin, wann er auf die Grabstätte gesetzt wird, ist auch witterungsbedingt noch nicht genau festgelegt. Spätestens beim der jährlich zu Pfingsten stattfindenden Grabbegängnis des Vereins sollte er aber zu besichtigen sein. (Treffpunkt Pfingstmontag, 28. Mai 2012, 14.00 Uhr Kapelle 4 –Ohlsdorfer Friedhof).

von: Christian Ewert
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